Augenbildermusik
für Akkordeon und elektronische Zuspielung
von Martin Schüttler [1998-2000]

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Ein Augenbild meint im Rahmen dieses Stückes den Sinneseindruck, den man bei geschlossenen Augen auf der Netzhaut wahrnehmen kann. Dies kann durch nachwirkende Lichteindrücke, aber auch durch eine Fehlinterpretation von akustischen oder taktilen Reizen im Gehirn ausgelöst werden. Ich habe verschiedene Arten von musikalischen Augenbildern gesammelt und kombiniert, entsprechend einer übertragenen akustischen Innenschau eines imaginären Betrachters [bzw. Hörers]. Zusätzlich werden zeitliche Strukturen auch auf visueller Ebene verdeutlicht, gehen visuelle und akustische Ereignisse eine Verbindung ein.

Das Stück ist in Zusammenarbeit mit dem Akkordeonisten Sven Hermann entstanden und ihm gewidmet. Durch Ausprobieren und Experimentieren mit dem Instrument während des Komponierens war es möglich, spezifische Klangeigenschaften des Akkordeons in das Stück zu integrieren und im Verlauf der Proben und Aufführungen die Komposition noch weiter zu verbessern und Fehler zu revidieren.
[ms]

Dauer: 13'

[UA: Folkwang Hochschule Essen, 15.6.1999]